Marko Martini am 5. July 2010 um 19:41
Mit der heutigen Endpräsentation ist das Semester, zumindest für den Illustrationskurs, gelaufen. Für mich war Illustration bei Florian Bayer dieses Semester deutlich eines der entspannteren Fächer. Alleine schon wegen der schönen “on location drawings”.
Die letzten Wochen stand auch ein Kurzprojekt an. Aufgabe war ein Gebäude bzw. einen Ort stimmungsvoll einzufangen und dabei die typografischen Gegebenheiten zu berücksichtigen. Nach langer Suche fiel meine Wahl auf den Zeller Bahnhof; ein aus der Zeit gefallenes Gebäude, das gut auch als Kulisse für einen Western dienen könnte. Fehlt nur noch Tumbleweed…
Die Einzelbilder sind mit Tusche und Feder (mittlerweile liebgewonnen!) umgesetzt. Zusammengesetzt und koloriert in PS, ausgedruckt auf A1.

Marko Martini am 13. May 2010 um 15:12
Nach gut der Hälfte des Semesters habe ich nun endlich mal etwas Handfestes auf dem Tisch liegen. Ein kleines Magazin, entstanden im Typokurs. Der simple Titel: Vom Nutzen und Nachteil der narrativen Gestaltung für das Lesen – Entwurfsvarianten in Text und Bild.
Inhalt sind die in diesem Semester durchgeführten Übungsaufgaben zum genannten Thema. Die waren bei mir zum Teil eher unmotiviert, aber jetzt innerhalb des Magazin-Layouts machen sie doch ein bisschen was her.
Positives Feedback gab es auch – was eine schöne Entschädigung für etliche Stunden (Nacht-)Arbeit ist.
Für Liebhaber:
24 Seiten, schwarzweiss, Klammerbindung
Fonts: Garamond Premier Pro, TheSans, (Univers für die Übungen)
Papier: Munken Pure (gelblichweiß matt) 130 g/m2
Marko Martini am 26. April 2010 um 17:14
Seit gestern Abend bin ich zurück aus Osnabrück, wo vergangenes Wochenende das European Media Art Festival zu Ende ging. Die Exkursion wurde angeleiert von unserem Film/Video-Prof Ingo Petzke (der mit in der Jury des EMAF sitzt und zu den Gründern des Festivals 1988 gehört). Das Festival war mir vorher nicht bekannt, umso positiver überrascht war ich, wie groß und facettenreich das Angebot des EMAF war.
Hauptaugenmerk waren die Vorführungen von Experimentalfilmen (auch studentische Arbeiten im “Media Campus”), darüber hinaus gab es Videoinstallationen und Medienkunst in verschiedensten Disziplinen zu entdecken. Motto dieses Jahr war “Mash Up”, das Aufeinanderprallen und Vermischen von unterschiedlichen Medien(kulturen).
Die Locations waren zentral in der gemütlichen Osnabrücker Innenstadt verteilt, in Kinos, Galerien, Cafes und sogar einer Kirche. Nette Leute, gutes Essen (Grillen inklusive), prächtiges Wetter – ein rundum gelungenes Wochenende. Nächstes Jahr gerne wieder (Notiz an mich: nächstes Mal früher anreisen, damit man nicht die Hälfte verpasst).
LERNEFFEKT:
Es gibt im Bereich Film bzw. Video unglaublich viele Möglichkeiten sich auszudrücken. “Normale” Spiel- und Dokumentarfilme sind da im Grunde die langweiligste Form. Für meine künftigen Projekte in diesem Fach habe ich mir vorgenommen, möglichst unkonventionelle Ansätze zu verfolgen. Also bloß keine professionellen, kommerziellen Produktionen nachahmen, sich nicht um Sponsoren bemühen. Bleibt zu hoffen, dass sowas auch in den kommenden Semestern “erlaubt” ist.
Thomas am 1. April 2010 um 17:03
jonas war so freundlich mich auf den architekturfotografiewettbewerb auf heise.de aufmerksam zu machen. “mach ich doch glatt mal mit” hab ich mir gedacht und schon war ich wieder mit feuer und flamme am bilder durchforsten.
da ich persönlich mehr der nachtmensch bin und mir persönlich nacht- und dämmerungsaufnahmen am besten gefallen, will ich mit drei langzeitaufnahmen teilnehmen.
die ersten beiden bilder sind schonmal gesetzt. ich schwank bisher nur zwischen den letzten beiden. beim letzten sieht man sehr schön wie nachts die vertane chance eine sichtachse von der residenz zum dom zu schaffen etwas verbessert wird. denn nur nachts fällt einem durch die beleuchtung der türme auf, dass diese über den dächern hervor ragen. tagsüber verlieren sie sich unter den ganzen andren details. das letzte bild gefällt mir sehr aufgrund des verhätlnisses von bebauung zu himmel. ich finde himmel sehr wichtig, weil viele oft vergessen wie viel davon oberhalb eines gebäudes noch wartet.
update: nach langem suchen bin ich nun doch noch über ein passendes bild gestolpert, das zu meiner nachtserie passt. die ersten drei bilder wurden schlussendlich ausgewählt am rennen teil zu nehmen.
bild 1: pausenhofansicht auf das deutschhausgymnasium in würzburg bei dämmerung
kamera: canon eos 300d / blende 8 / iso 200 / belichtung 5s / objektiv canon ef-s 18-55mm f/3.5-5.6
bild 2: sicht vom alten hafen in würzburg auf einen alten verladekran, die brücke der deutschen einheit, die lumen bar und die rückansicht des kulturspeichers
kamera: canon eos 400d / blende 9 / iso 400 / belichtung 10s / objektiv canon ef-s 18-55mm f/3.5-5.6
bild 3: das moderne gasheizkraftwerk würzburg umarmt die feste marienberg
kamera: canon eos 400d / blende 9 / iso 400 / belichtung 10s / objektiv canon ef-s 18-55mm f/3.5-5.6
bild 4: beleuchtungseckturm der residenz in würzburg bei nacht
kamera: canon eos 40d / blende 5 / iso 100 / belichtung 30s / objektiv canon ef 100mm f/2.8l macro is usm
bild 5: sicht auf den würzburger dom vom residenzplatz aus
kamera: canon eos 40d / blende 5 / iso 100 / belichtung 30s / objektiv canon ts-e 45mm f/2.8 (tilt-shift)
Marko Martini am 31. March 2010 um 14:36
26plus-zeichen ist ein Projekt aus einem höheren Semester und versteht sich als “Präsentations-Plattform für studentische Schriftentwürfe”.
Die Idee stammt aus einem Kurs von Gertrude Nolte und wurde scheinbar von zwei Studenten umgesetzt. Eine schöne Idee und jeder darf mitmachen.
Marko Martini am 12. March 2010 um 12:01
Gerade komme ich vom etwas verwirrenden Einschreiben in die Kurse des zweiten Semesters. Von insgesamt fünf Wahlpflichtfächern galt es drei auszuwählen. Meine Wahl viel äußerst “analog” aus (was wohl auch ein wenig an meiner wachsenden Abneigung gegen stumpfe Computerarbeit liegt):
FILM/VIDEO bei Ingo Petzke
TYPOGRAFIE/ZEICHENSYSTEME bei Heike Czerner
VISUALISIERUNG/ILLUSTRATION bei Florian Bayer
Dazu kommen die allgemeinen Pflichtfächer Geschichte der Fotografie (Dr. Kranzfelder), Positionen-Ideen-Konzepte (Carl Frech, Christoph Barth) und Text (Frank-Esslinger); außerdem diverse technische Praktika.
Mit meiner Wahl habe ich mich auch gegen FOTOGRAFIE (langweilig) und INTERAKTIVE MEDIEN (sprich Flash und Programmierzeugs, langweilig und nervig) entschieden.
Ein Highlight im kommenden Semester wird sicherlich der Typokurs. Hier soll ein Magazin zum Thema “Altbau” bzw. “Neubau” der FH enstehen, in Zusammenarbeit mit dem Fotokurs von Dieter Leistner und dem BDA (Bund Deutscher Architekten). Wird sicher schön!
Marko Martini am 26. January 2010 um 19:59
Um an Philipps letzten Artikel zum Thema “[...] wie ihr euch selbst erlebt und euch verbessert” anzuknüpfen, meine Erfahrung dazu.
Manchmal ist der erste Versuch einfach der beste. Aufgabe war aus den am Anfang des Semesters entstandenen Fotos ein Plakat zu entwickeln. Was folgte war eine ziemlich ausführliche Untersuchung zu Komposition und Varianten, mittels Skribbels, Schneiden, Legen, Kleben…

Nach mehreren LVs und einem ziemlich langweiligen Zwischenergebnis bekam ich dann die Anweisung:
“Lösen Sie sich von dem was sie [in Ihrer Ausbildung...] gelernt haben. Werden Sie freier! Sie machen das schon.”
Aha, also endlich Banause sein! Und es hat funktioniert, irgendwie. Die ganzen Schritte waren wohl notwendig um zu erkennen dass die Spannung, die im Ausgangsfoto schon vorhanden war, nicht verbesserbar war. So wird aus dem Foto das Plakat. Erklären konnte ich es, und auch Frau Czerner, nur mit dem Bauchgefühl.
Lerneffekt: Wenn du dir nicht sicher bist, schick’s zum Drucken. (Frei nach Eric de Haas)

Marko Martini am 24. January 2010 um 13:14
Da ich gerade dabei bin für die anstehenden Prüfungen zu lernen, hier eine Empfehlung aus der Disziplin Designtheorie: Das Buch “Bildsemiotik – Grundlagen und exemplarische Analysen visueller Kommunikation” von Thomas Friedrich und unserem verehrten Professor und Tweed-Jacket-Träger Gerhard Schweppenhäuser. Bisher übrigens das einzige Buch, dass ich mir fürs Studium angeschafft habe…
Eine interessante Einführung in Bild- und Textanalyse und Zeichendeutung. Tatsächlich hilft die Bildsemiotik nach dem Schweppenhäuser-Schema dabei, visuelle Kommunikation besser zu hinterfragen und reflektieren. Denotation und Konnotation einer Bild/Textnachricht und die grundlegende Einordnung in indexikalische, ikonische und symbolische Zeichen bilden u.a. die Schwerpunkte im Buch.
Spätestens wenn man seine Diplom- oder Bachelorarbeit vor einem Plenum rechtfertigen muss, lässt sich auf Grundlage dieser Theorien äußerst fundiert und könnerhaft [sic!] argumentieren! Daher eine absolute Empfehlung für jeden Gestalter in den ersten Semestern.
Bildsemiotik: Grundlagen und exemplarische Analysen visueller Kommunikation
Thomas Friedrich, Gerhard Schweppenhäuser
Birkhäuser-Verlag, 136 Seiten
29,90 €
Marko Martini am 28. November 2009 um 09:55
Hausaufgabe in Typografie bei Heike Czerner: [...]Fotografieren Sie einen von Ihnen gewählten Buchstaben in Ihrem Umfeld.[...]
Hier eine vorläufige Auswahl, mit meinem quasi-Lieblingsbuchstaben, dem Versal-R. Entstanden in der Gegend rund um den Würzburger Bahnhof und der Innenstadt.
Im weiteren Verlauf des Typografie-Kurses sollen die Bilder verfremdet und transformiert werden, am Schluss soll daraus ein Plakat entstehen. Ich werde berichten.
Marko Martini am 24. November 2009 um 22:49
Diesmal ein Blick über den Tellerrand. Street-Artist Brad Downey war zu Gast und zeigte einige seiner Aktionen mit Videos und Bildern. Um Design ging es nicht, viel mehr um die Art und Weise, wie man mit wenig Mitteln Ideen in der urbanen Umgebung umsetzen kann. Anders gesagt: Quatsch machen.
Riesige Herzen in die Verkleidung von Baugerüsten schneiden (einziges Werkzeug: Schere), Gehwegplatten aushebeln und damit eine Dominobahn bauen (Werkzeug: Brecheisen), den Mast einer Überwachungskamera anzünden, einer fünf Meter hohen Napoleon-Statue einen Löffel an die Nase hängen (Titel: “For Sarkozy”)… Klingt nach Spaß!
Downey kann offensichtlich davon leben. Schon wieder jemand der nur macht, was er will, und davon lebt. Ich frage mich immer öfter wieviel Spaß ich später beim Geldverdienen haben werde…