Marko Martini am 7. October 2009 um 00:30
Nun melde ich mich als Dritter im Bunde zu Wort. Die ersten Tage im ersten Semester sind bereits verstrichen und das ist sicherlich kein schlechter Zeitpunkt um ein erstes Resümee zu ziehen.
Der Erstsemester-Einführungstag verlief relativ unspektakulär, kurze Begrüßung und Vorstellung eines Teils der Professoren-Riege, allen voran Dekan Uli Braun, der danach noch Einiges zum Studium erläuterte, sinngemäß “bringen Sie sich aktiv ein”, oder “wir arbeiten miteinander, Heimwerker werden es schwer haben.” Und ja, alle Erstis bestätigen, bei uns geht es “familiär” zu. Zugegebenermaßen, der Gedanke an einer Kuschel-Fakultät zu sein lässt mich recht entspannt auf das kommende Semester blicken. Die Grundstimmung ist auf jedenfall positiv. Nach der Einführung gab es den obligatorischen Rundgang durch die gesamten (weit über die Stadt verstreuten) FH-Räumlichkeiten. Abgehakt. Pause übers Wochenende und dann ging’s los.
Die ersten Kurse waren Fotografie, Typografie und Illustration. Da die FH gerade eine Art Verjüngungskur durchzumachen scheint, erwartetenn uns jeweils irritierend junge Dozenten, von denen viele selber an dieser FH studiert haben. Wer schreit Klüngel?! Nur Zyniker! Das ist kein Inzest! Aber Spaß beiseite, die Dozenten machen einen guten Eindruck und ich bin guter Hoffnung dass das erste Semester nicht allzu trocken wird.
Dienstag Abend dann das bisherige Kurs-Highlight: Positionen, Ideen, Konzepte (PIK). Und endlich mal richtige Profs! Und die gibt es scheinbar gleich im Doppelpack: Prof. Christoph Barth und Prof. Carl Frech. Die Hanni und Nanni des KD. Die wohnen sogar zusammen in einer WG und beenden hin und wieder die Sätze des jeweils anderen. Höchst amüsant! Das Fach scheint auch das progressivste zu sein, auf dem Plan stehen Konzeptionen, Analysen, Ideen, Eindrücke, Einblicke ins wahre Berufsleben (es wird viele Gastdozenten geben) und klangvolle Themen wie “ambient und guerrilla“, oder “1000 bilder“. Ja, sie schreiben wirklich alles klein. Aber man spürt es, hier geht es deutlich energiegeladener zu. Endlich.
Der Rest der Woche war noch frei (jawoll!), weil ein paar Profs noch abwesend sind. Aber nächste Woche darf man dann noch gespannt sein wie Designtheorie, Designgeschichte, und Text wird.
Fazit bisher: Das erste Semester wird ein mühevolles Wiederholen, aber auch verheißungsvolle, neue Türen aufstoßen. Alls nei!